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nung ihr einflößte. Dieſe trat nun näher und ſetzte ſich auf den Lehnſtuhl neben der Ungluͤcklichen.
„Ei,“ ſagte Brigitta freundlich—„ſo weiß.“— Sie hob ihre Hand und ſtrich uͤber Urica's Stirn— als die Hand niederſank, blieb ſie an einer Locke von urica's Haar ſitzen— ſie zog ſich los— Urica faßte die blaſſe Hand— die Locke war um einen kleinen goldenen Ring geſchlungen, der an dem kleinen Finger ſaß— es war ein Rubin in krauſem Goldrande.
„Sie iſt es!“ rief Urica und ſturzte faſt mit einem Schrei vor der ſanften Dulderin nieder, ſie mit beiden Armen umfaſſend—„es iſt meine arme, ungluͤckliche Schweſter Brigitta!“— Sie hatte an dem kleinen Fin⸗ ger, der nur zwei Glieder hatte, den goldenen Ring der Ahnfrau erkannt, den man ihr ſo oft beſchrieben.
Es war ein heftig erſchuͤtternder Augenblick— und leider war dies Wiederfinden der lang Getrennten nur ein neuer, großer Schmerz, fuͤr den alle Verſöhnung fehlte— dies fuhlte Urica mit einer Gewalt, die ihr das Herz zu brechen drohte— dies fuͤhlte Angela mit jener troſtloſen Ergebung, die dem Ungluck keinen Widerſtand bietet.
Die Wahnſinnige ſpielte dabei wie ein Kind mit Urica— ſie hob das ſchone Geſicht auf und ſah es lä⸗ chelnd an— ſie ſchnellte die kleinen goldenen Löckchen


