vor ihnen her, bis die kleine Thuͤr ſich oͤffnete, die in den Luſthof fuhrte.
Es war die waͤrmſte, ruhigſte Sommernacht. Der Himmel war bedeckt mit ſeinen gläͤnzenden Sternen und der Mond erhellte den kleinen Hof mit Tagesſchein. Angela's Blumen dufteten und umzogen wie ein breiter Rand den kleinen Raum des Hofes. In dem Baſſin des Brunnens fiel der Strahl, der glänzend in die Hoͤhe ſtieg, mit leiſem, melodiſchem Murmeln nieder— und unter der Linde auf einem bequemen Stuhle ſaß die arme, bleiche Mutter. Sie ſchlief ſo wenig und zeigte ſo viel Unruhe und Bekuͤmmerniß, wenn man ſie auf ihr Lager brachte, daß Angela oft bis zum Morgen hier vor ihr ſaß und die ſtille Ruhe der armen Wahnſinnigen bewachte, welche ohne Ermuͤdung die Stunden vorüber ziehen ließ.
Als die Fremden den Hof betreten hatten, ſchlug Urica, welche vor Hitze und Gemuͤthsbewegung kaum mehr zu athmen vermochte, den Mantel zuruͤck, blickte um ſich und ſchritt vor, bis ſie nur noch einige Schritte von der bleichen Geſtalt entfernt war.
Dieſe ward von der blendenden Erſcheinung Urica's erfaßt— ſie laͤchelte ſtaͤrker und hob die Haͤnde auf und ihre Augen ſuchten Angela, und ſie ſuchte ihr das Ver⸗ gnuͤgen auszudruͤcken, was Urica's glänzende Erſchei⸗


