Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Urica
Entstehung
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uͤberſehen konnte. Seine Einrichtung zeigte die ver⸗ ſchwenderiſche Phantaſie gothiſcher Baukunſt, und die Strebepfeiler deſſelben, welche wie an alten Domen breit in dem Saale vorſprangen, waren in dem Wech⸗ ſel von Holz und Stein einer feinen Elfenbeinarbeit zu vergleichen, waͤhrend die hohen Spitzbogen zwiſchen ih⸗ ren ſchoͤnen Linien Deckengemaͤlde zeigten, welche durch ihre Entfernung der Beurtheilung entzogen waren. Aber der Hauptſchmuck, der Stolz der Stadt, beſtand doch hauptſächlich in den Trophaͤen faſt aller Laͤnder, welche hier geſammelt und aufgeſtellt waren, und ſie erzählten ohne Worte die Geſchichte der muthigen Republik, und die Koͤnigin ſah neben den Bannern Frankreichs die von England wehen, denn keine Ruͤckſicht konnte dieſe ſtol⸗ zen Republikaner bewegen, dieſe Triumphe ihrer Tapfer⸗ keit anzuruͤhren.

Vor den Stufen dieſer Erhoͤhung ſtand die Tafel, woran die Hofchargen der Konigin ſaßen, und von bei⸗ den Seiten vor den Strebepfeilern ſah man die langen Tafeln, an denen die uͤbrigen Gäſte ſaßen, waͤhrend dem Thron gegenuͤber am Ende des Saals die drei brei⸗ ten Balkonthuͤren geoͤffnet ſtanden, worauf die Muſik⸗ choͤre eingerichtet und die hohen Eſtraden von der Straße aus in einem Halbkreis erbaut waren, um Al⸗ les, was Amſterdam an irgend berechtigten Zuſchauern