wieder ein, wenn's am ſchlimmſten war— und dann konnte ich es aushalten, und es nahm nachgrade was mit weg.“
„Aber,“ ſagte Urica und kämpfte gegen ihre Ueber⸗ zeugung an—„aber was ſollen wir denn mit deinem WMann machen— ich kann doch Nees nicht als Ver⸗
wandten anſehen.“
„Nein, das könnt ihr nicht,“ entgegnete Angela
ſchnell—„denn muͤßte ich ihn oft mit euch zuſammen
ſehn— dann koͤnnte ich's nicht ertragen— dann wuͤrde
das hier mein Tod,“ ſagte ſie und zeigte auf ihr Herz.
„Aber ihr muͤßt bleiben, was ihr vorher wart und ich
desgleichen. Kein Menſch hat vorher von mir gewußt,
kein Menſch frägt weiter nach, wenn ich wieder zuruck⸗ ⁰ kehre in mein altes Haus,“ und doch erſtickte jetzt
Schluchzen Angela's Stimme.
Urica ſtand händeringend auf.—„Helft mir— 6 rathet mir!“ rief ſie in Thränen ausbrechend und warf ſich in die Arme der Frau von Marſeeven. „Ach, meine theure Muhme,“ ſagte dieſe traurig— „wird hier zu helfen ſein: Denkt, daß Angela uͤber⸗ dies die arme wahnſinnige Mutter pflegt— was ſoll aus dieſer werden— welchen Platz ſollen Beide in der Welt finden, wenn ihr ſie jetzt aus der gewohnten Lage herausreißt?“


