nen— und ich weiß, daß es mein Tod ſein wuͤrde, wenn ich noch einen Tag das erleben mußte, was heute hier geſchehen iſt.“
„Angela,“ ſagte Urica—„ſei auftichtig mit mir— glaubſt du jetzt nicht ſelbſt, daß Nees dich betrogen hat, indem er meinen erſten Aufruf kannte, ihn dir aber ver⸗ ſchwieg, um dich zu einer Heirath mit ihm zu bewegen,
die ihm dein Vermoͤgen ſicherte?“
„Ach,“ ſagte Angela aufrichtig—„nichts iſt ge⸗ wiſſer— aber vergebt mir dieſe Heirath, die euch ſo kraͤnken muß— ich kannte ja Niemand als die Paſtor's und die Baͤckerin— Beide wollten mich zur Frau ihrer Anverwandten machen— von höheren Staͤnden— von Allem, was ich jetzt weiß, hatte ich damals nie gehört, denn wir geringen Leute ſehen wohl die vornehmen Kirchgänger und mögen es gern, wenn ſie geputzt ſind und ganz anders als wir— aber damit fällt nichts auf unſere Lage zuruͤck— das läßt uns ganz gleichguͤltig— es iſt zu weit von uns.“
Wie ſchmerzte Urica dieſe demuͤthige Rede der ar⸗ men Angela— wie fuͤhlte ſie den alten Zorn in ſich entbrennen, und wie ſchnell gab ſie ihm Worte.
„Angela,“ ſagte ſie—„du biſt das Opfer eines abſcheulichen Betruges geworden, und ich werde nicht leiden, daß du es bleibſt. Es giebt noch Geſetze, und


