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ſo heftig zu zittern begann, daß Frau von Marſeeven ſie ſtuͤtzen mußte.
Die Graͤfin Comenes ſprang ſogleich auf, und Beide fuhrten ſie nach einem Ruhebett, denn Urica's Erſchut⸗ terung ſchien ſie einer Ohnmacht nah zu bringen.
Aber Nees, der Urica's Ruf nicht verſtanden hatte und dieſen Aufbruch der Damen fuͤr ſich nachtheilig hielt, ſturzte, als er ſich unbemerkt waͤhnte, auf An⸗ gela zu, riß ihr die Häͤnde vom Geſicht und ſchrie wuͤ⸗ thend:„Antworte— antworte, daß dir kein böſer Ver⸗ dacht kommt gegen mich! oder ich verſtoße dich, ich bringe dich um!“
„Nein, Nees,“ ſagte Angela klagend—„das kann ich nicht ſagen, denn ich kann nicht luͤgen.“
Nees prallte zuruͤck, als haäͤtte er einen Schlag be⸗ kommen, denn in dieſen einfachen Worten lag ein fuͤrchterlicher Ausſpruch, eine Anklage, die er ſich ge⸗ leugnet hatte, daß ſie dazu Urtheil, Verſtand und Urſach finden werde. Er fuͤhlte, er habe nun einen neuen Weg mit ihr einzuſchlagen— welchen, wußte er noch nicht.
„Um Gotteswillen,“ hob indeſſen Urica an, die ſich zu erholen begann—„ſchafft den pöbelhaften Menſchen aus dem Zimmer— ihn allein— ich werde durch ſeine Naͤhe um alle Kraft gebracht— ihn allein!— Sie—
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