Teil eines Werkes 
1. Theil (1844) Angela
Entstehung
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Und was weiter als ihr es wußtet warum heirathetet ihr dennoch einen Mann, der ſo weit unter eurem Stande war?

Ich wußte nicht, daß es ſo viel Unterſchied iſt und Nees wußte es auch nicht.

Seid ihr gewiß, rief die Graͤfin ſtrengdaß euch dieſer Mann in nichts betrogen hat daß ihr nicht von ihm hintergangen ſeid?

Angela verſtummte das konnte ſie nicht mit Ja beantworten, denn ſeit ſie wußte, er hatte den Aufruf der Graͤfin von Caſambort vor der Hochzeit gehört, ſeitdem wußte ſie, daß er ſie betrogen hatte.

Nees trat bei ihrem Verſtummen von einem Fuß auf den andern und preßte ſeinen Mund auf die geballte Fauſt.

Sie iſt ſo blöde, Gnaden, ſo bloͤde, ſtotterte er Mein Weibchen, mein Angelchen ſag's doch, geſtehe es ein, wie du mich liebſt und wie redlich Nees an dir und deiner armen Mutter gehandelt, dich verbor⸗ gen in der Gefahr, dich ernährt von ſeinem Wenigen ſag's doch, fuhr er fort, immer mehr vergeſſend, daß er beobachtet wurde, und uͤber Angela's Schweigen in ſteigende Wuth gerathendSag's, Angela ſag's, ich befehle es dir! Sag's, oder wir werden uns ſprechen! Die Beine hoben ſich ſchon vor Wuth Angela ſchauderte zuſammen.

Jakob v. d. Nees. I. 25