Teil eines Werkes 
1. Theil (1844) Angela
Entstehung
Einzelbild herunterladen

375 ven und eben ſo lächerlich tiefe Knixe vor Nees und An⸗ gela machten, die zwar, ſo gut ſie vermochte, dieſelben erwiderte, aber in ihrem Herzen fuͤhlte, wie verſchieden dieſe ihre Tante, welche es auch ſein mochte, von der edlen Frau von Marſeeven war.

Ich ſehe, ſagte Nees ermuthigtunſere liebe Frau Tante befindet ſich nicht allein recht wohl und mun⸗ ter, ſondern iſt an ſich noch ein junges ſtattliches Frauen⸗ zimmer in beſonders munterer Laune nun das iſt brav fuhr er fort, als Alle ihm unter lautem La⸗ chen zuhörtenich habe es dir gleich geſagt, mein liebes Weibchen, wenn wir nur erſt ſelbſt mit der lieben Frau Tante unterhandeln koönnen, da muͤßte doch der Teufel drein ſchlagen, wenn ſie uns nicht anerkennen ſollte. Doch nun bitte ich, doch mir zu ſagen, wer denn von den kleinen runden Dingerchen unſere liebe Frau Tante iſt?

Oh! ohne Zweifel ich! o nein, ich! riefen Beide zu gleicher Zeit, denn ſie zweifelten nun nicht laͤnger, daß ſie einen Poſſenreißer vor ſich hatten und ſelbſt der alte Haushofmeiſter konnte ein anſtändiges Lachen nicht zuruͤckhalten, indem er nicht mehr daran dachte, daß dies die von der Graͤfin Comenes bezeichne⸗ ten Leute ſein könnten.

Was das ein Scherz und ein Leben iſt, Angel⸗