Teil eines Werkes 
1. Theil (1844) Angela
Entstehung
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Die alte Dame war auf's tiefſte beleidigt durch den Gedanken, daß ſo gemeine Menſchen in ein Verhaͤltniß zu ihrer jungen Grafin treten koͤnnten, und hielt erſt die Sache unmoͤglich dann aber jeden Schritt er⸗ laubt, um ſolche Anſpruͤche herabzudrängen bis auf die allgemeinſten Pflichten etwa der Wohlthaͤtigkeit ſie unterließ nicht mit den ſtolzen harten Worten ariſtokra⸗ tiſcher Beſchraͤnktheit die Pflichten vor der Befleckung durch ſolche Verbindungen hervorzuheben, und Urica die ſo unendlich höher ſtand hoͤrte dieſen Worten, die ſie verachtet haben wuͤrde, wenn ſie ihrem Willen entgegen geweſen waren, nicht ohne einige Genug⸗ thuung zu, denn, wenn ſie auch nicht die Abſicht hatte, grade ſo zu handeln, wurde ſie doch zur Zeit gern an die ſtarr behaupteten Rechte ihres Standes erinnert, von denen ſo leicht ſelbſt der Beſte glaubt, er könne ſich ohne Nachtheil nicht ganz entfernen.

Die Gräfin Comenes wollte erſt die ganze Sache, wie ſie ſich ausdruͤckte, fur ſich abmachen; dies wies aber Urica beſtimmt zuruͤck, wogegen ſie ihren Beiſtand gern ſah, da ſie ihr ein Gegengewicht gegen die zu ſanfte Frau von Marſeeven zu ſein verſprach.

So war denn die Aufforderung an Nees und ſeine Gattin ergangen, ſich in einer fruͤhen Morgenſtunde nach dem Prinzenhof zu der Gräfin von Caſambort zu

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