Teil eines Werkes 
1. Theil (1844) Angela
Entstehung
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wenigſtens ſcheinbar, denn im Gegentheil benutzte ſie dieſe weniger beobachtete Zeit, um den bei weitem ſchwerſten Theil ihres Beſuchs zu erreichen— um Geld, Kriegsvorraͤthe und Verſprechungen zu fortdauernden Subſidien von der reichen Stadt Amſterdam zu erlan⸗ gen, da ihr der Prinz Statthalter darin durch ſein Pri⸗ vatvermogen, welches ihm zu eignen Zwecken ſo nöthig war, nur ungenuͤgende Aushilfe hatte bieten können.

Dadurch kam es, daß ſie ihrem vornehmen Hof⸗ ſtaat volle Freiheit gegeben hatte— und dieſe freie Zeit ſollte nun fuͤr Urica beſtimmt werden, die Perſonen zu ſehen, die ſich ihre Verwandten nannten.

Frau von Marſeeven hatte gewuͤnſcht, von dieſer erſten Begegnung Nees abhalten zu können, weil ſie den nachtheiligen Eindruck dieſes Menſchen vorausſah — aber ſie fand in dem Widerſpruch, den ſie erfuhr, Nees und die Gräfin Urica ganz einig; denn Nees wollte mit grober Sicherheit ſogleich ſein Recht feſtſtel⸗ len und Angela uͤberwachen, ihre Antworten vielleicht lenken— und Urica wollte in ihm den Betruͤger ent⸗ decken, den ſie noch immer zu entlarven hoffte und dazu traute ſie nur ihren eignen Augen.

Sie hatte der Gräfin Comenes am Morgen die ganze Lage der Dinge mitgetheilt und ſie zu der Mit⸗ wirkung vermocht, die ſie ſich ausgedacht hatte.