der die mitten im Verkehr liegende Warmusgaſſe paſ⸗ ſirte, der nicht ſchon von fern neugierig die Augen auf den dunklen Giebelbau richtete, der, faſt ganz von der Zeit geſchwärzt, ſein Alter bezeugen half. Wer hätte aber voruͤberkommen koͤnnen, ohne erſt durch genaue Anſchauung ſich den erfahrenen Eindruck zu beſtätigen. Freilich war dies alte Gebaͤude kein Palaſt mit ge⸗ ſelliger Raͤumlichkeit, wie ſie ſpätere Beduͤrfniſſe nöthig machten; auch ließ die vorherrſchende Bauart, die Gie⸗ belfenſter der Straße zuzukehren, nie in einer Reihe nebeneinander viel Raͤume zu; aber dies war bei einem E Gebaͤude kein Vorwurf, und die Unregelmaͤßig⸗ eit ward wenig beachtet, da das Auge darin nicht ver⸗ wöhnt war.
Was aber bei den Steinbauten nachgerade zu ver⸗ ſchwinden begann, das Ueberhaͤngen der oberen Stock⸗ werke, war an dem Purmurandſchen Hauſe eine zierde zu nennen.
Der obere Theil des Hauſes namlich ladete ſo 3. deutend uͤber der unteren Etage aus, daß dieſe dadurch wie unter einem niederen Dache ſteckte, und zwar ruh⸗ ten die austragenden Gebälke auf einem fabelhaften Schnitzwerk, worin man die neckende Abſicht des Bau⸗ herrn erkennen konnte, die Stuͤtzpunkte der ſchweren Laſt, die in der Luft ſchweben mußte, ſo geſchickt zu


