5
fortſetzte, ihr doch wenig Huͤlfe von den Unterthanen zu Theil ward, und die Schergen der Regierung oft ſich mehr gehindert als gefördert ſahen.
Das vorerwahnte Purmurandſche Haus nun, ward angenommen, ſei unbewohnt, und ſchwere, eiſerne Balken vor der einzigen ſichtbaren Hausthuͤr ſchienen es zu beſtätigen. Wenn aber die Nachbarn dies wirk⸗ lich glaubten, mußte es auffallend erſcheinen, wenn man nicht die Zeit mit erlebt hatte, in der dieſe Uebereinkunft ſtillſchweigend entſtanden war, welche eben mit der trau⸗ rigen Begebenheit zuſammenhing, in der die Soͤhne Barneveldts ſich zu einem Attentat auf Moritz von Ora⸗ nien verſchworen. Seit dieſer Zeit nun war es ei forterbende Idee, das Haus ſei leer, unbewohnt, doch eben ſo wenig kaͤuflich oder zu andern Zwecken zu ver⸗ wenden.
Kamen Fremde nach Amſterdam, ſo war die Alt⸗ ſeite noch immer der Platz, an welchen ſie ihr Inter⸗ eſſe feſſelte, denn ſelten waren damals Vergnuͤgungs⸗ reiſen irgend einer Art, namentlich bei dem Beſuch von Amſterdam. Die Vereinigung politiſcher und mercantiliſcher Zwecke fuhrte die Fremden nach dem Mittelpunkt alles Verkehrs, der noch immer auf dieſer Seite an das Rathhaus und die ubrigen oͤffentlichen Gebaͤnde gefeſſelt blieb. Da war dann wohl Niemand,


