Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Die Verſammlung, die keinen andern Augen⸗ punkt, als das koͤnigliche Paar, hatte, erkannte bald, daß ſich hier etwas begeben ſolle, welches der unge⸗ duldigen Erwartung ſich noch zu entziehen ſchien und mit doppelter Spannung horchte man auf jeden neuen, von den Herolden verkuͤndigten Namen.

Da entſtand ſchon im Vorzimmer Gerauſch und lauter werdendes Gemurmel des Beifalls.

An der Hand des Herzogs von Buckingham er⸗ ſchien ein weibliches Weſen, deſſen bezaubernde Schoͤnheit mehr, als der Glanz ihrer Kleidung, alle Anweſenden in gleich großer Theilnahme bewegte

So viele laut ausgeſprochene und gar nicht über⸗ hoͤrbare Zeichen der Bewunderung hatten der edlen und hochgetragenen Geſtalt der ſo Empfangenen je⸗

5 nen leichten Anflug von Schüchternheit gegeben, wel⸗ cher der Jugend ſo bezaubernd anſteht und den zarten Wangen ein tieferes Roth verleiht. Sie trug in den dunkeln Locken ein herzogliches Diadem von den koſtbarſten Steinen; ihr purpurnes Sammtkleid war mit dem fürſtlichen Hermelin beſetzt, welcher,

von zwei Pagen in der koͤniglichen Livree getragen, ſeitwäͤrts des ſilberſtoffenen Unterkleides niederfiel und den reichen Beſatz von Juwelen zeigte, womit das

Mieder befeſtigt war.