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von ſeiner Jugend und allen ihren Hoffnungen Ab⸗ ſchied nahm.
In ewiges Dunkel begraben blieb der Welt dieſe ſtille und einflußreiche Geſchichte ſeines Herzens.
Wir ſehen ihn in ſeiner oͤffentlichen Erſcheinung nur noch zwiſchen den zwei verderblichſten Fehlern eines
Herrſchers getheilt, Schwäche und Eigenſinn.
Die Zeit, der er verfiel, hatte keine Langmuth mehr. In ſich kreißend und gährend, zerriß ſie die Zuͤgel einer Herrſchaft, die nicht mehr Schritt hielt mit ihren Forderungen. Sie mußte ſich in der Willkuͤr muͤde ſchwelgen, um die eiſerne Ruthe eines Cromwell kuͤſſen zu konnen.
Nicht ohne Theilnahme denken wir uns den Koͤ⸗ nig auf einem Wendepunkte, wo er ſich noch ein Mal weich und traumeriſch an die Ideale ſeiner Jugend hängt, freudlos die Zukunft vor ſich erblickend, doch nicht ahnend, wie furchtbar ſie ſich geruͤſtet hatte, ihn zu vernichten.
Jetzt dachte er, wie er ſeinem Robert einſt dies Ur⸗ bild ihrer Herzen, worin ſie ſich wie in einem Brenn⸗ punkte ihrer Liebe begegnet waren, heimlich, waͤhrend einer Abweſenheit des Herzogs in London, in dies ſtille Gemach hatte einſetzen laſſen,— dies Bild, woran der Herzog nicht mehr die Gefuͤhle heißer Liebe knuͤpfte, ſon⸗


