Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Urſache, zu glauben, die heiligen Väter hätten, ihm un⸗ bewußt, den Platz bereits mit andern Kundſchaftern be⸗ ſetzt, von dem ſie ihn bald durch den Tod abgeſetzt wähnten.

Der Koͤnig gab ſich nach dieſer Entdeckung ganz ſeinem ungeſtüͤmen Herzen hin, in deſſen Folge wir ihn in einem ſo kritiſchen Augenblick den Weg antreten ſehn, von deſſen glucklichem Erfolg er ſich alles Gluͤck verſprach, deſſen er ſich noch fäͤhig hielt.

Nachdem er die Geſuchte unter den verſammelten Damen nicht gefunden und durch Lord Richmonds An⸗ weſenheit ſich doch überzeugt hatte, es muͤſſe irgend etwas ſich ergeben haben, fuͤhlte er eine Muthloſig⸗ keit des Geiſtes, die es ihm unmoͤglich machte, ſich an demſelben Abend noch Gewißheit zu verſchaffen. Er hatte uͤberdies in den Gemächern ſeines Freundes noch ein wichtiges Dokument aufzuſuchen, und wir ſehn ihn jetzt in das Schlafgemach treten, wohin wir fruͤher die Herzogin begleitet haben.

Derſelbe Gegenſtand war auch das Ziel des Koͤ⸗ nigs; die Holzwand wich dem bekannten Drucke, das ſchoͤne Bild lächelte ihm entgegen und machte alle Wunden ſeiner Bruſt auf's Neue bluten.

Wir enthalten uns, eine Stimmung der Seele zu belauſchen, worin dieſer zum Ungluͤck beſtimmte Monarch