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dern eine Begeiſterung, eine Staͤrkung fuͤr Erſtrebung alles Guten und Edlen. Er hatte es wagen duͤrfen, ihn zum ſtillen ſegenbringenden Engel in ſeine Einſamkeit zu fuͤhren. Er wußte, daß Robert von dem Augenblicke an, wo der Prinz in jener verhaͤngnißvollen Nacht, als der Tod des Bruders ihn ſo viel hoͤher ſtellte und ſo viel ferner der fruͤh ihm Vermählten, und er keinen Boten fand, der fernen Leidenden das Wort der Treue zu ſen⸗ den, als Robert, den er ſie liebend wußte,— daß von dem Augenblicke dieſer Entdeckung an er den maͤnnlichen Kampf begann, um über Gefuͤhle zu ſiegen, die er ſich nicht mehr glaubte geſtatten zu duͤrfen. Er gedachte, wie ſtolz und muthig er ihn bis zur Vermählung mit Arabella Briſtol durchgekampft; er gedachte des harten Streites der Liebe mit ihm, als er trachtete, den Liebling von einem Schritte zuruͤck zu halten, der ihm von der Verzweiflung eingegeben ſchien; er gedachte aller guten Stunden, aller treuen Dienſte, die ihm dies ſeltene Freun⸗ desherz geleiſtet in Behuͤtung und Bewahrung des gefahr⸗ vollen Geheimniſſes, und zugleich mit dieſer Erinnerungs⸗ feier zog der Schmerz der Einſamkeit durch ſein Herz, und er rettete es nur aus allzumaͤchtigem Weh, indem er des Kindes gedachte, das ihm vielleicht noch geblieben.
Schnell nahte er ſich dem Bilde, eine Feder bewegte
es langſam aus der Wand hervor, dahinter zeigte ſich


