Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Allen. Sie fuͤhlte einen Frieden, eine Seligkeit in ihrem Innern, worauf ſelbſt der Gedanke ihres noch moͤglichen Todes keinen Einfluß uͤben konnte. Ach! der Thränen werth ſchien ſie ſich, als ſie Tages vorher anſcheinend bluͤhend und geſund uber die Hoͤfe ritt, und als ob ſie jede Theilnahme, jeden Schmerz un⸗ rechtmäßig errege, bemuͤhte ſie ſich, in ihren Zuͤgen den Zuſtand ihrer Seele auszudruͤcken.

Die Herzogin befahl, die Bahre nach ihrem Schlaf⸗ gemach zu tragen, und Maria fand dort Alles zu ihrem Empfange ſorgfältig geordnet. Die Herzogin erklärte, die Pflege der Kranken mit Morton allein uͤbernehmen zu wollen, und Maria konnte nichts, als die ſorgfältig ordnende Hand an ihre Lippen druͤcken.

Der Erfolg lohnte ſo mätterliche Sorgfalt. Es erfolgte kein neuer Blutverluſt, die Krafte erſetzten ſich ſchnell, und Maria verließ bald Bett und Zimmer, und ſtreifte, nicht minder ſchoͤn bei der bläſſeren Farbe der Wangen, durch Schloß und Park.

Das Ereigniß ſchien ein neues Band um Alle ge⸗ knuͤpft zu haben. Die Herzogin hatte, von Dankbarkeit hingeriſſen, in ihrer Liebe gegen Lady Maria, die immer nur wie unterdruͤckt in ihr fortbeſtanden zu haben ſchien, ſo lebhaft und ohne Ruckhalt ſich gezeigt, daß Alle, be⸗ lebt durch das Gefühl ihrer großmuthigen Aufopferung

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