Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

Sd wenig nun unter dieſen Umſtänden ſich ein Weg zu oͤffnen ſchien, deſſen Verfolgung guͤnſtigere Re⸗ ſultate hoffen ließ, war doch Graf Archimbald eben, wie Richmond, entſchloſſen, feſten Fußes das beſtrittene Feld zu behaupten, da es außer allem Zweifel blieb, daß London und der Hof, bewacht in allen ſeinen Ab⸗ wechſelungen, Gelegenheit geben muͤßte, die nie aufzu⸗ gebende Sache an ein klareres Licht zu ziehen.

So blieben Beide freiwillig von Godwie⸗Caſtle getrennt, während der junge Herzog, in einer ſtillen, leidend ruhigen Faſſung, in dem Hauſe ſeiner nunmehr anerkannten Braut in London, ſeine Zeit in gleichem Antheil dem Kummer ſeiner Familie, wie den Pflichten ſeines Berufs widmete.

Die juͤngere Herzogin begriff unter den offen da⸗ liegenden Urſachen des Kummers alle Empfindungen ihres Herzens, wie manches ihnen auch beigemiſcht ſein mochte, was ſie ſich oder Andern einzugeſtehen nicht geneigt war. Sie hatte ſich mit der Angelegenheit der angeblichen Graͤfin Melville ſeit ihrer freiwilligen und heimlichen Entfernung von Burtonhall fuͤr abgefunden erkläͤrt, und ſich, wie ihren Umgebungen, mit der ihr eigenen Art, welche keine andere Meinung aufkommen ließ, jede weitere Nachforſchung nach dem fernern Auf⸗ enthalte nach Ergehen derſelben unterſagt. Der Name