6
ſelbſt zu verfuͤgen, und hiermit auch den Nachforſchun⸗ gen ihrer Freunde eine Grenze geſetzt.
Zwei ſo zartfuͤhlende Männer wuͤrden ſich dieſer Beſchraͤnkung ihres Schutzes unter andern Umſtänden unbedenklich gefuͤgt haben, waͤren nicht Beide von der Unmoͤglichkeit uͤberzeugt geweſen, Membrocke koͤnne je eine andere, als ſchlechte Abſicht mit Frauen haben, und haͤtten nicht Beide mit Zuverſicht geglaubt, er habe durch die ſchlaueſten Lüͤgen dies klare, nur zu offene Gemuͤth bethoͤrt, ihm zu folgen.
Sie vermutheten, daß die Schwierigkeiten, die ſich der Familie Nottingham entgegen geſtellt hatten, ihr Auskunft uͤber ihre Verwandten zu verſchaffen, benutzt worden wären, um ihrem Vertrauen eine andere Rich⸗ tung zu geben, und auf's Neue ſtieg ihre Sorge, wo⸗ hin ſie wohl gefuͤhrt ſein moͤchte.
Die Entdeckung ihrer Flucht hatte dabei die Mut⸗ ter Richmonds und die alte Herzogin ſo erſchuͤttert, daß die Beiden von Beſorgniß erfuͤllt waren, ſo ohne alle Milderung dieſes ſchmerzlichen Gefuͤhles, ja, faſt mit erhoͤhten Sorgen fuͤr die junge Ladh, zuruͤckkehren zu muͤſſen.
Doch ſchon fanden Beide die Umſtände verändert. Die juͤngere Herzogin lehnte alle Erklaͤrungen durch die Kaͤlte ab, mit der ſie augenblicklich die Sache abzu⸗


