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ihr Ohr drangen und durch eine Nachlaͤſſigkeit Marga⸗ riths einſt an die Thur ihres Schlafgemaches vorruck⸗ ten, ihr hinreichend der grauenvolle Eindruck unterhal⸗ ten ward, den jene furchtbare Frau ihr eingefloͤßt hatte.
Faſt räthſelhaft ſchien jedoch bei ſolcher Geiſteszer⸗ ruͤttung die korperliche Stärke ſowohl, als die Schaͤrfe und Klarheit des Verſtandes, die ihr nach ſolchem Pa⸗ rorismus verblieb. Wie abſchreckend und empoͤrend die Richtung dieſes Geiſtes auch war, ſetzte ſie doch oft ihre gelehrten Umgebungen in Erſtaunen, und fuͤhrte mit ihrem ſchlagenden Verſtande Geiſtes⸗Kämpfe, wobei ihre Gegner, wofern ſie nicht meiſt zu der durch Weltklug⸗ heit beruͤhmten Geſellſchaft Jeſu gehoͤrt hätten, ihrem durch weitreichende Erfahrungen entwickelten und uber⸗ legenen Scharfblick hätten weichen muͤſſen.
Maria war die Rolle, die ſie fruͤher in der Welt geſpielt, verborgen, aber ſie bekam ein treues Vild von den Qualen, dem ein durch Suͤnden zerſtoͤrtes Gewiſ⸗ ſen auch bei der groͤßten Härte des Gemuͤths nicht entgeht. Sie gewahrte mit Erſtaunen, wie dieſe ſtolze, jeden Augenblick Widerſtand leiſtende Frau, wie ein Kind eingeſchuͤchtert und bebend vor dem angedrohten Fluch der Kirche, ſich den harten Worten des Geiſt⸗ lichen und ſeinem Willen unterwarf, den ſie, wenn ſie ſich von dieſer innern Qual mit allen Huͤlfsmitteln


