Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Marthrien oder die Wunder von Heiligen⸗Bildern und Reliquien drehte, und im Munde beſchraͤnkter Perſonen eine Verzerrung und Kraßheit erhielt, welche zu ertra⸗ gen, ihr die haͤrteſte Geiſtesqual dauchte; und doch blieb ihr dagegen nur der geringe Schutz, ihre Gedanken auf die Handarbeit zu richten, die hauptſaͤchlich in der An⸗ fertigung der groben Kleider und der Sandalen⸗ aͤhnli⸗ chen, von Stricken geflochtenen Schuhe beſtand, welche die Kleidung der Nonnen ausmachten.

Es entging Maria nicht, daß das Schloß außer den Nonnen oft Gaſtbeſuch hatte, der zu dieſer kloͤſter⸗ lichen Form wenig paßte. Die Mittagszeit im Refek⸗ torium zeigte fremde geiſtliche Theilnehmer, von denen ſie ſich beobachtet ſah, ja, auf ihrem Zimmer mußte ſie den Beſuch von Perſonen empfangen, die ſich weiter nicht zeigten, und bei deren Gegenwart auch Lady Som⸗ merſet gewoͤhnlich auf mehrere Tage ausblieb, die ſonſt, als Priorin, beſtändig den großen Lehnſtuhl einnahm, der den geheimnißvollen Eingang zur Kirche bedeckte, mit welcher Maria jetzt durch tägliche Theilnahme voöl⸗ lig vertraut geworden war.

Ueber den Zweck dieſer Beſuche, die außerdem von dem konſequenten Verfahren des Pater Johannes un⸗ terſtuͤtzt wurden, blieb kein Zweifel. Sie ſollten Ma⸗ ria nicht allein bekehren, ſie ſollten ſie zu einem gewiſ⸗