Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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gute Herz, das mit ſeiner Leerheit Euch täuſchet, un⸗ terſtuͤtzt dann die Vorſchläge der Leidenſchaften, und kein fremder Wille wird es nachgiebig finden, von dem Wege abzuweichen, auf dem dies gute Herz fort ſtuͤrmt, unbe⸗ kuͤmmert um die Niederlagen, die es dabei anrichtet. Franziska Howard hat nicht umſonſt gelebt: Damals hieß ſie auch ein gutes, ſanftes Kind, als der alte, ſchwachkoͤpfige Koͤnig die Familien Eſſer und Howard vereinigen wollte, und man mir die Puppe und Eſſer das hoͤlzerne Schwert wegnahm, unſere Häͤnde zu einer ſpaͤtern Vermaͤhlung an einander zu ſchmieden. Als aber Franziska den ſchoͤnen Sehmour ſah und Herzogin von Sommerſet werden wollte, da ruhmte Niemand mehr ihr ſanftes Herz; denn ſie hatte einen Willen bekommen, und unbeſiegbare Wuͤnſche ließen ſie den Willen Anderer verſpotten. O, fruͤh, ſehr fruh hat man mich gelehrt, was es mit dem Guten im menſchlichen Herzen fuͤr eine Bewandtniß hat, und von ganzer Seele verachte ich die Heuchler, welche eine Stimmung zeigen, die ihnen mit dem erſten Hauch der Leidenſchaft verloren ging. Gebt Acht, fuhr ſie fort, da Pater Johannes der Verſuchung, ſolche ſuͤndliche Rede ſeines Beichtkindes mit dem Donner der Buße zu erwidern, nicht nachgeben zu wollen ſchien, gebt Acht, wie lange ihre Nachgiebigkeit aushalten wird,