Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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uns ihre Aufmerkſamkeit, ihre Nachgiebigkeit und Ge⸗ wöhnung, und der Einfluß eines einformigen, von aller Zerſtreuung fernen Lebens, dem ſie hier anheim fiel, ward dem heiligen Vorhaben guͤnſtig. Ihr habt jedoch, gleich dem hochmuthigen Kinde der Welt, Euerem eiteln Herzen und ſeiner Luſt, zu kränken und zu verachten, Genuͤge gethan, und wahrſcheinlich mehr Unheil in we⸗ nigen Minuten angerichtet, als in unſerer Macht liegen wird, je wieder gut zu machen. Ich brauche Euch nicht zu ſagen, wie weit Ihr dadurch Euch von den Pflich⸗ ten entfernt habt, deren ſtrenge Erfullung doch das ein⸗ zige Mittel iſt, Euch hier den Schutz zu ſichern, deſſen Ihr beduͤrft, dort aber die Vergebung Eurer Suͤnden und die Errettung von ewiger Verdammung.

Dieſe harte und ſtrenge Rede wirkte gleich einer Bannformel uber das gereizte Weſen der Lady. Er⸗ ſchreckt von dem bloßen Tone ihres Beichtigers, ſenkte ſie beim Anfange ſeiner Rede ſchon das Haupt, aber die harten Worte verletzten ſo ſichtlich ihr verwoͤhntes Ge⸗ muͤth, daß ſie bald wieder auffuhr, und mit Blick und Mienen ihre Empoͤrung anzudeuten ſuchte. Da der Geiſtliche aber die Streiche ſeiner Worte ſchaͤrfte, trat nach und nach die Furcht ein, welche man durch die ſtärkſten Mittel als das einzig moͤglich Joch ihr uͤber⸗

geworfen hatte, und alsbald zeigte ſich auch Zerknirſchung, 23*