Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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welche ihr die zuletzt gebrauchte Drohung um ſo lebhaf⸗ ter erregte, als ihr entnervter Geiſt, von den Vorwuͤr⸗ fen eines ſchwer belaſteten Gewiſſens bedraͤngt, nur zu empfaͤnglich fuͤr die Androhung kuͤnftiger Strafe war.

So geſchah es, daß ohne Gegenrede ſich angſtvolle Seufzer aus ihrem Munde draͤngten, und zu allen Troſtmitteln ihrer Kirche ſchreitend, murmelte ſie die Gebete ihres Roſenkranzes und ſchlug mit blindem Ei⸗ fer Stirn und Bruſt.

Pater Johannes ging indeſſen mit langen Schrit⸗ ten auf und nieder, und ſchien, nachdem er ſie zur Ruhe verwieſen, ſie ganz vergeſſen zu haben; und in der That ſuchte er ſeine Gedanken in Bezug auf die Per⸗ ſoͤnlichkeit der jungen Lady, uͤber deren fernere Leitung ihm Vollmachten geworden waren, zu ordnen.

Die Lady hatte indeſſen ihre Andacht beendigt. Nicht wagend, das Nachdenken des wandelnden Prie⸗ ſters zu unterbrechen, und zu einem muͤßigen Hinbru⸗ ten auf ihrem Lehnſtuhl verdammt, fand ihr Geiſt all⸗ gemach den bequemeren und oft betretenen Weg zur Zeitlichkeit und zu jenen irdiſchen Zwecken wieder, die ihr, trotz aller aͤußern Form kloͤſterlicher Strenge, un⸗ moͤglich ſo fremd werden konnten, als man es zuwei⸗ len, um ſie in Furcht und Gehorſam zu erhalten, von ihr erzwang.