Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—254— keiten Eure Verhaͤltniſſe hier muthwillig ſchlimmer zu machen.— Schweſter Electa, ich vertraue die Bekuͤm⸗ merte Eurer Vorſorge und Euerm Troſte.— Geht, geht, ſetzte er abwehrend hinzu und verſchwand hinter der Thuͤr in das Gemach, das ſie verlaſſen, waͤhrend Maria, von Electa geführt, den Weg nach ihren Zim⸗ mern zurucklegte.

Ich denke, man hat uns da eine ſchwere Poͤnitenz auferlegt, hochwuͤrdiger Herr, begann die erzuͤrnte Ladh, vollig ihrer uͤbeln Laune hingegeben, als der Pater Jo⸗ hannes mit ernſtem und ruhigem Antlitze eintrat. Ein Aergerniß, denke ich, fuͤr Alle, die zu einer hoͤhern Be⸗ gnadigung in dies Haus gelangt ſind.

Wenn die Aufgabe ſchwer iſt, die man uns gab, ſo iſt es nicht an Euch, dies zu rügen, erwiderte in gänzlich verändertem, ſtrengem Tone der Geiſtliche, da nur ſchwierige und widerſtrebende Ausuͤbungen Euch die Wohlthat erzeigen koͤnnen, Euern Geiſt von den Makeln der Welt zu erretten, die noch in zu großer Staͤrke Euch anhaͤngen. Ich denke, es gehoͤrte nicht zu Euern Auf⸗ gaben, die junge Perſon, die wir Euch zufuͤhrten, mit einer Strenge zu empfangen, die ſie verſchuͤchtern und gar zum Widerſtand reizen wird. Sie mußte zilraulich gemacht werden, ſie mußte die wohlwollendſten Geſin⸗ nungen bei uns annehmen koͤnnen, dann ſicherten wir