Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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der Anblick der Perſon, ſo traurig und abſchreckend er war, paßte zu keiner der furchtbaren Erinnerungen. Sie war ohne alle Abweichung von Schnitt und Farbe in ein prachtvolles Nonnengewand gehuͤllt, deſſen koſtbare Stoffe aus ihrer hoͤhern Wuͤrde ſich erklaͤren ließen, welches uͤbrigens blos ihr ſchlaffes, gelbes Angeſicht und ihre hagern, langen Haͤnde ſehen ließ, die von einem Ro⸗ ſenkranz umſchloſſen, muͤde vor ihr niederhingen.

Maria, die eine Anrede erwartete, ſah ſich den pruͤ⸗ fenden, ſtechenden Blicken der duͤſtern Erſcheinung aus⸗ geſetzt, die, ohne alle Ruͤckſicht auf Gaftfreundlichkeit, blos das helle Licht des Kamins, in deſſen Beleuchtung Maria ſtand, zu benutzen ſchien, um die Perſoͤnlichkeit ihres Gaſtes vollſtändig zu erforſchen.

So beleidigend dies auch war, ſo fuͤhlte Maria doch eine Beklemmung und Bangigkeit, die es ihr un⸗ moͤglich machten, ſelbſt dieſen kraͤnkenden Empfang zu unterbrechen; ja, ihr Auge hing faſt mit derſelben Achtſamkeit an dieſer unheimlichen Geſtalt, als muͤßte ſie ihre Bewegungen bewachen, um ſich vor ihr zu ſchuͤtzen..

Dies lange Examen ihrer Augen kuͤndigte ſich als beendigt an durch ein verächtliches Lächeln, welches plotz⸗ lich das lebloſe Geſicht der alten Ladh uͤberſchlich. Halb ſich ſeitwaͤrts wendend, redete ſie ſodann einen Mann