Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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fuͤhrte. Augenblicklich rief dieſer Anblick ihr die Erzaͤh⸗ lung Margariths von jener Treppe zuruͤck, wo der ungluͤckliche, wahnſinnige Herr des Schloſſes ſeinen verzweifelnden Geiſt ausgehaucht hatte, und die kleine ſpitze Thuͤr, der ſie ſich naͤherten, ſchien mit ihrer brei⸗ ten Schwelle und tiefen Niſche das Sterbelager des Ungluͤcklichen zu ſein, auf dem ſeine Gemahlin ihn am Morgen vergeblich zu erwecken ſuchte. Schaudernd blieb Maria ſtehn, und nahm wahr, wie Electa's Schritte gleichfalls zoͤgernd inne hielten, und ſie erſt nach einem kurzen Gebet, einer Bekreuzigung und Beſprengung aus dem an der Thuͤr aufgehaͤngten Weihkeſſel ſich zum Vorſchreiten anſchickte.

Faſt wider Willen folgte ihr mechaniſch Maria, und ſie ſtanden nun wirklich in einem duͤſtern Schlaf⸗ gemach, mit dunkeln gruͤn⸗damaſtenen Tapeten und ei⸗ nem ungeheuern Himmelbett verſehn. Das Zimmer, in enger, halbrunder Form, durch einige ſchmale, hohe Fen⸗ ſter matt erleuchtet, war das Innere eines Thurms, zu deſſen anderer Hälfte eine etwas groͤßere Thuͤr fuͤhrte, der ſie ſich jetzt näherten.

Dies zweite Gemach war von einem hellen Kamin⸗ feuer ſowohl erwaͤrmt, als erleuchtet, denn der Tag blickte auch hier nur ſparſam, kaum eingelaſſen, durch die ho⸗ hen, aber ſchmalen gothiſchen Fenſter. Das hell vor⸗