Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Da Ihr denn ſelbſt dieſem heiligen Schutze ent⸗ ſagt, ſo danket Gott, daß Niemand in dieſen Mauern lebt, der Euch zu willfahren berechtigt iſt. Ich warne Euch noch ein Mal, ergebt Euch mit Gelaſſenheit in Eure Lage. Der Widerſtand moͤchte eine Aufmerkſam⸗ keit erregen, die Euer Schickſal auf eine Weiſe beſtimmte, wie Ihr ſie am meiſten fuͤrchtet, und wie ſie jetzt viel⸗ leicht noch abzuwenden iſt, wenn Ihr ſtill ergeben Euern aufſtrebenden Geiſt verberget.—

Ihr ſprecht in Raͤchſeln und laßt doch ahnen, man habe mich zu andern Zwecken hierher gebracht, als mich der Schande zu entziehen. Ihr wißt mehr. Es iſt ge⸗ wiß, Ihr kennt die Abſicht, die uͤber mich beſtimmt, und ſeid nicht ohne Mitleid, ohne Theilnahme. Erbarmt Euch denn und thut mehr; entreißt mich dieſer Lage, die ſo viel Bedrohliches in ſich ſchließt. Ich muß Euch vertrauen, obwohl Ihr Euch ſo klein, ſo gering als Die⸗ ner jener fremden Macht bezeichnet. Ihr habt ein Herz, ich weiß es: Ihr koͤnnt es nicht ſo ſehr im Gehorſam erſticken, daß es Euch nicht ſagte, was menſchlich und ge⸗ recht iſt. Füͤrchtet nichts von meiner heftigen Weiſe, die ſtärker iſt, als ich ſie ſonſt in mir kannte, was ich jetzt wohl fuhle; denn die Kräfte des Menſchen, wenn ſie er⸗ weckt werden, treiben gute und boͤſe Fruͤchte, und, ein⸗ gehegt von treuer Liebe und belebt vom reinſten Ver⸗