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er ſuchte ſich mit der Hoffnung zu troͤſten, ihr Schick⸗ ſal koͤnne noch in dem hoͤhern Willen ſeiner Obern eine beſſere Wendung nehmen.
Ich muß Euch zwar hier verlaſſen, hob er daher bald gefaßt an, als ihr Blick ängſtlich ſeiner Antwort entgegen ſah, doch geſchieht dies mit der innigſten Ueber⸗ zeugung, daß für Euer Wohl damit geſorgt iſt. Ich habe bei dem, was Ihr mich thun ſeht, keine freie Wahl, mir ſteht nicht zu, zu ändern und zu klugeln, mir fehlt die Ueberſicht von dem, was noͤthig iſt; es wird erreicht, indem ein Jeder ohne Einſpruch auf ſei⸗ nem Platze das Befohlene thut. Dies genuͤgt uns und iſt Erfuͤllung unſeres Berufs.
Ha! rief Maria, ſich erhebend und mit gluͤhenden Wangen vor ihn tretend, wo iſt die fuͤrchterliche Ge⸗ walt, die Euern hellen Geiſt in ſolche Knechtſchaft zwaͤngt? Wer ſeid Ihr, daß Ihr das hohe Recht der Menſchen aufgegeben, frei der eigenen Ueberzeugung zu folgen? Wie hat man es vermocht, Euch ſo in Feſſeln einzuſchlagen, daß Ihr Euch der freien Berathung mit Euch ſelbſt entzieht, und blind und ohne Zweck ein ab⸗ geriſſenes Daſein lebt, unwiſſend, ob der Weg, den Ihr mit feſtgeſchloſſenen Augen geht, derjenige ſein wird, auf dem Ihr vor Gott dereinſt wuͤnſchen werdet Euch be⸗
funden zu haben! Iſt das die Stimme des Gewiſſens,


