Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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des Lebens empfindet. Vor Allem aber denket mit Dankbarkeit gegen Gott daran, daß Ihr durch die Bo⸗ ten ſeiner Gnade auf Erden aus den Fallſtricken des Laſters errettet ſeid.

Indem mein Auftrag an Euch hiermit vollendet iſt, ſetzte er mit weicherer Stimme hinzu, empfehle ich Euch dem Schutze des Himmels und will Gott bitten, Euerm Geiſte diejenige Stimmung zu verleihen, die Euch den Frieden in Euch und zu Euern Umgebungen ſichert. Der Herr ſegne Euch und——— Maria fuͤhlte eine kalte Hand auf Ihrem Scheitel, und den an⸗ gefangenen Segen, dem nun die ſchnelle Trennung folgen ſollte, unterbrechend, ergriff ſie die Hand des Moͤnches und zeigte ihm mit dieſer raſchen Bewegung ihr ruͤh⸗ rendes, von Schmerz und Angſt entſtelltes Angeſicht.

Nein, nein! Ihr koͤnnt mich nicht verlaſſen wol⸗ len, rief ſie bebend, ſo den letzten Troſt nicht von mir ziehen; Ihr wollt mich beſtrafen fuͤr meine Ungeduld am Morgen, mich noch mehr erſchrecken. Rein! rief ſie lebhafter, ſeine Antwort unterdruͤckend, Ihr koͤnnt mich in dieſer fremden Welt nicht ohne Schutz laſſen. Bleibt nur hier, ich bitte Euch! Still will ich ſein und Euch gehorſam, wie ein Kind dem Vater; Alles will ich thun, was die ſchreckliche Gebieterin verlangt, denn mein Inneres kann ich behuͤten, und das Aeußere zu