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die ſie nun erſt fuͤr Andere zu einem ſchuͤtzenden Vor⸗ mund ihrer ſchwaͤchern Seele macht?
Die heilige Kirche, erwiderte Electa, verleiht ihren Dienern, ohne ſie durch die befleckenden Wege gewoͤhn⸗ licher Menſchennoth zu fuͤhren, die Hoͤhe und Heiligkeit, von welcher den Schwaͤchern mitzutheilen ſie berufen ſind. Ein ganzes Leben, in heiliger Einſamkeit und Unſchuld zugebracht, ein Leben, an das nie ein irdiſches Verlan⸗ gen ſtreifte, ein Leben, das durch die Satzungen der Kirche uͤber uns ſo weit erhoben iſt, ſoll von uns nicht mit dem Maaßſtabe gemeſſen werden, der unſer eignes irdiſches, unvollkommenes Daſein uns giebt. Wenn ih⸗ nen Kaͤmpfe aufgegeben ſind, wie uns allerdings die Geſchichten der Heiligen ſagen, ſo ſind dieſe ſo weit uͤber denen, die wir zu beſtehn haben, daß ihrer theilhaft zu werden, ſchon eine Heiligung für uns wäre. Die Noth, die uns beugt, liegt als ein unbekanntes Gebiet weit ab von ihrer Bahn; und doch ſuchen ſie den Seufzen⸗ den dort auf, doch wiſſen ſie ihn zu finden, und die reine Atmoſphäre ihrer Naͤhe, zu der ſie uns hinziehn, iſt der Anfang, womit ſie uns Schauder erregen vor unſerer weltlichen Geſtaltung. Denn allgemach zu dem Muthe zu erſtarken, die Seele aufzuthun, die Suͤnde auszuſprechen, von der wir uns ſelbſt nur ein luͤgenhaf⸗ tes Geſtändniß abzulegen vermoͤgen, die Wahrheit auf⸗


