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durch den Hochmuth der Menſchen verunglimpft zu ſehn. Die Welt iſt die Verſuchung, der wir entſagen ſollen, um Frieden zu finden. Wir koͤnnen nicht mit der Welt im Einklang ſein und zugleich auch mit dem Willen Gottes, denn die Welt verlockt uns ſtets zum Widerſpruch gegen denſelben, ehe wir Alles in ihr als eine Verſuchung zum Boͤſen anſehen lernen und ihr gaͤnzlich abſagen.
Mein Geiſt iſt muͤde und ſchwach, erwiderte Ma⸗ ria ſanft, und ich moͤchte Euch kein Aergerniß geben, da Ihr ſicher gefunden habt, was Ihr als ein unmit⸗ telbares Gnadengeſchenk Gottes anſeht.
Nein, nein! unterbrach Electa hier die angefan⸗ gene Rede mit mehr Eifer, als Maria dieſem ſtillen Weſen zugetraut. Nein, glaubt nicht, daß ich zu den Gewuͤrdigten des Herrn gehoͤre, denen er ſeinen Frieden gab. Wenigen nur wird ſo großer Lohn zu Theil, We⸗ nigen nur; und ich trage den Fluch der Welt noch auf meinem verlockten Geiſt, und mein Gebet iſt unfruchtbar und kann dieſe Seligkeit nicht hernieder flehen. Zehn Jahre ſind es, daß ich in wahrer reumuͤthiger Erkennt⸗ niß einer Welt entſagt, die den Geſetzen chriſtlicher De⸗ muth Hohn ſpricht, und die empfangene Suͤnde hat noch ihren Stachel in mir zuruͤckgelaſſen. Und Ihr, armes junges Weſen, ſcheint in dieſer Welt und unter allen


