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nen, welche Jugend und Unerfahrenheit uns ͤberſchätzen laſſen. Doch dieſe Erkenntniß iſt mehr, als alles Andere, eine Gnade des Himmels, und kein ſuͤßeres Gluck iſt, als ſtill harren auf den Willen des Hoͤchſten.
Ja, ſagte Maria, unwillkuͤrlich Antheil nehmend, ich habe eine Ahnung von dem Frieden der Seele, in dem jeder Widerſtand ſich aufloͤſt, weil der Einklang gefunden iſt mit uns und der Außenwelt. Aber dies iſt das Ziel, nicht der Weg. Nimmer moͤgen wir dahin gelangen, wenn wir uns nicht in der Theilnahme aller unſerer Kraͤfte, kaͤmpfend und wieder kämpfend, und zu immer neuen Fragen an's Leben bereit erhalten, bis wir alle Antworten vernommen haben, die moͤglich ſind, und noͤthig zum Frieden mit uns ſelbſt; und wenn dazu Muth und Kraͤfte ſchwinden, ſetzte ſie ſchwermuͤthig hinzu, dann iſt uns das Härteſte geſchehen.
Ach, ſeufzte Electa nach einer kleinen Pauſe, jun⸗ ges kuͤhnes Gemuͤth, wie gefaͤhrlich iſt ein dergeſtalt her⸗ ausforderndes Treiben. Der Frieden, den ich meine, iſt ein Gnadengeſchenk des Himmels, das hernieder fließt, ohne unſer Verdienſt, ohne unſer kuͤhnes Ringen. Ich verſtehe Euch zum Theil nicht, doch, wie mir ſcheint, glaubt Ihr dieſe Gabe Euch ſelbſt mit Euern menſch⸗
lichen Kraͤften erwerben zu koͤnnen. Vergebt, aber mich
ſchaudert vor dem Gedanken, das hoͤchſte Gnadengeſchenk


