Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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nahm. Als dies Geſchäft beendigt, zogerte die Schwei⸗ gende noch einen Augenblick und betrachtete das bleiche Geſicht ihrer Pflegebefohlenen mit Theilnahme.

Ihr ſeid auch im Uebrigen leidend, liebe Ladh, und Eure Haͤnde haben Fieberwärme; ſoll ich Euch einen kuͤhlenden Trank bereiten?—

Habt Dank, erwiderte Maria, mir iſt ganz wohl, und nur mein Kopf entbehrt Ruhe, Ruhe! es iſt ſchwer, ſie zu finden, daher bin ich geduldig, daß ſie mir fehlt.

Ruhe, hob Electa an, Ruhe kehrt nur ein, wo wir mit frommem Vertrauen, was außer uns liegt, an die Regierung deſſen verweiſen, der uͤber alle S nungen der Erde wacht.

Ich hoffe, ſagte Maria, ich befinde mich noch auf dem Wege des Vertrauens, den Ihr bezeichnet, aber ich bin jetzt keines klaren Bewußtſeins fähig. Eben mein Kopf hindert mich; es iſt Alles abgeriſſen, ohne Folge und Ausdauer; nur hier, ſetzte ſie ſeufzend hinzu, ihre Bruſt beruͤhrend, hier fuhle ich eine niederbeugende Laſt.

Nichts beugt uns tiefer, erwiderte die ernſte Ge⸗ fährtin mit Sanftmuth, als wenn wir von der unruhi⸗ gen Begierde, das Leben nach unſerm Willen zu lenken, abſtehen muſſen und unſere geringen Kräfte kennen ler⸗