Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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an unſere Seelenſchmerzen zu uͤbergeben. Nur wer zum erſten Male den Umfang einer Troſtloſigkeit ken⸗ nen lernt, die ihn ſchnell von allen gewohnten Ban⸗ den des Lebens abloͤſt, hofft und erwartet ſie durch den Tod geloͤſt zu ſehen. Eine andere Wechſelwirkung iſt uns aufgegeben, ein anderer Sieg dem ſchmerzbeladenen Geiſte aufgehoben! Gegen unſern befangenen Willen bleibt die zarte Koͤrperhuͤlle fͤ vie in ihr tobenden Stuͤrme ausreichend, bis wir den eden mit allen Er⸗ ſcheinungen in und außer uns ſchließen, und, erſtarkt im Kampfe, weder unſere Aufloͤſung hoffen, noch ſie zu wünſchen wagen. Wer aber einen tiefen, umfaſſenden

Schmerz erlebt, der ihn aus allen Freudentempeln der

Vergangenheit ſcheuchte, der erwacht zum Weiterleben, wie ein Verbannter, der fern von dem Boden der Hei⸗ mat, wo ſein Gluͤck und ſeine Lieben wohnen, an der fremden Stelle nichts ſucht und erwartet, und als ein ſtiller theilnahmloſer Gaſt, als ein neid⸗ und freudloſer Beobachter die Schaͤtze der Erde nicht mehr fuͤr ſich vorhanden glaubt. Oft geht der Ungluckliche dieſen Weg, ohne zu ahnen, daß es der Weg zu einer lichtvolle⸗ ren Erkennung des Lebens iſt.

Lady Maria ſtand nach einigen Stunden erſchoͤpfen⸗ den Schmerzes von ihren Knien auf, und blickte ſich kalt und gleichguͤltig an, als ihr blaſſes, leidendes Ge⸗