Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Arußerlichkeit, den Schein einer Handlung annehmen, die mich von der Kirche trennte, der ich durch Geburt und Ueberzeugung angehoͤre? Nein, Sir, das iſt nicht Euer Ernſt, oder Ihr denkt ſehr gering von dem Eifer, den wir unſerer Lehre zuwenden. Ich will mich der Ordnung des Hauſes, das mir Schutz verleiht, fuͤgen, aber ohne mich Gebräuchen anzuſchließen, die man mich gelehrt hat, als unverträglich mit der reinen Lehre des Evangeliums anzuſehn. Sicher verſpreche ich Euch, durch ein ehrerbietiges Vetragen jede Beſorgniß we⸗ gen einer unwuͤrdigen Spoͤtterei zu verbannen; aber in dem Maaße, wie ich dies thue, ſoll man auch meine Ueberzeugung ehren und ſie nicht als verächtlich anſehn, daß ſie ſich hinter einen Schein von Luge ver⸗ bergen muͤßte.

Als Maria Alles geſagt hatte, was ihr aufſchwel⸗ lendes Herz ihr eingab, gewahrte ſie erſt den ernſten, vorwurfsvollen Blick des Prieſters, womit dieſer die heftigen Worte der Gereizten begleitete. Nachdem ſie ſich geſammelt, ſchien ihr, dieſem ſtillen Vorwurf ge⸗ genuber, ihre ganze Rede nur der Ausbruch einer Hef⸗ tigkeit, die ſie ſonſt ſtets in ſich anfeindete.

Das Stillſchweigen, welches Pater Clemens zu beobachten fortfuhr, verſtärkte den Vorwurf, den ſie ſich aufnoͤthigte, und ſchnell zu ihrer eigenſten Natur