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noch recht gut mich des lieben ſchwermuthigen Herrn erinnere. Gott ſei ſeiner Seele gnaͤdig! Gluͤcklich war er auch nicht, die Leute ſprachen Allerlei von ihm. Er mußte viel Trauriges erlebt haben; denn ruͤhrender ſeufzte kein Menſch. Ach, und dann hoͤrten wir ihn eben ſo die Nächte durch umher wandern und tief, tief ſeufzen. Des Morgens fanden ihn die Bedienten oft auf den kalten Steinen der großen Halle oder auf den Treppen eingeſchlafen liegen. Alt konnte er dabei nicht werden, das koͤnnt Ihr denken; aber er that keinem Kinde was zu Leide, ja, er liebte ſie zaͤrtlich, und ich und Lanci und einige Fiſcherkinder, wir ſaßen gern um
ihn her, und er ſchnitt uns Bilderchen und knetete uns Puͤppchen von Wachs.
Mit der gnaͤdigen Frau war es damals noch nicht ſo weit, wie jetzt, aber lieben thaten ſich die Herrſchaf⸗ ten nicht. Man ſagt, der gnädige Herr ſei ein Ketzer geweſen, und die gnaädige Frau habe ihn gern durch die heilige Kirche von ſeiner Schwermuth befreien wol⸗ len; aber das ſei ihr nicht gelungen, und darum ſchrien ſie oft fürchterlich gegen einander und blieben dann wieder getrennt.
So kam es auch, daß die gnaͤdige Frau es gar nicht merkte, als Mhlord eines Morgens verſchwunden
war; und als ſie ſpazieren gehen wollte, fand ſie die 19*


