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ren. Ein Verſuch, ſich zu bewegen, ließ ſie einen
Schmerz und eine Laͤhmung ihres Armes fuhlen, und jetzt uͤberzeugte ſie ſich, daß man daran eine Ader geoͤffnet, woraus das Blut ſich vor ihr in ein Becken ergoß.
Es waren dies Alles die Wahrnehmungen eines noch halb ohnmaͤchtigen Geiſtes, der ſich ſelbſt noch nicht wie⸗ der vereinigt fuͤhlt mit den Zuſtänden des Koͤrpers.
Sie erkannte den Reiſegefaͤhrten, der die Lanzette gefuͤhrt hatte; ſie ſah Margarith auf ihren Knien, das Becken haltend; ſie fuͤhlte ſich in den Armen einer frem⸗ den Frau, deren mildes ſchneeweißes Geſicht ſich dicht neben dem ihrigen zeigte; aber ſie haͤtte ſich nicht gleich⸗ guͤltiger dabei fuͤhlen koͤnnen, wenn ſie eine mit dieſen Gegenſtänden bemalte Holztafel geſehen hätte. Nachdem der noͤthige Verband umgelegt war und ſie aus den Ar⸗ men der Frau ſanft in die Kiſſen ſank, und die gruͤnen Vorhaͤnge des Bettes ſie in eine angenehme Daͤmme⸗ rung huͤllten, ſanken ihre Augenlieder ermattet nieder; der Schlaf trat an die Stelle der tiefen Ohnmacht und vereinigte den durch Schrecken verſtoͤrten Geiſt mit dem geneſenden Koͤrper.
Nach einem langen und erquickenden Schlaf er⸗ wachte das Fraͤulein mit der angenehmen Empfindung wieder hergeſtellter Kräfte. Die Ruhe, die außerhalb


