und je laͤnger ſie mit ihren furchtbaren Augen ſie an⸗ blickte, deſto mehr gewann ihr ſtarres Geſicht einen ge⸗ miſchten Ausdruck von Erſtaunen und Wuth.
Wer biſt Du? ſagte ſie mit heiſerer Stimme, ich muß Dich kennen! Sie rieb die Stirn, und wie⸗ der vordringend rief ſie, hoͤlliſch lachend Du biſt ſo ein Spuk aus der großen Welt, woraus ſie mich ver⸗ trieben. Ha, jetzt kenne ich Dich! Doch von wannen kommſt Du? Wer brachte Dich hierher? Sendet Dich der Knabe Villiers, den ſie Herzog nennen? Ha, ha, ha, ha! Du biſt es, und kennſt Du mich, die ſchoͤne Franziska Howard?
Komm, komm! Du entgehſt Deinem Schickſal nun nicht, biſt Du doch von ſeinem Blute! Ha, die Rache iſt ſuͤß, ſehr ſuͤß.—
Gierig ſtreckte ſie die Hand aus und ergriff Ma⸗ ria's Gewand, welche, vergeblich mit dem Entſetzen kaͤmpfend, ihre Knie wanken fuͤhlte und, als die kalte Hand des Weibes ihren Hals umſpannte, ihrer Sinne beraubt zur Erde ſank.
Als ſie die Augen wieder aufſchlug, leuchtete der fruͤhe Morgen matt durch das hohe Fenſter. Langſam kehrte ihr Bewußtſein zuruͤck, und ſie ſah nun, daß ſie in dem großen Himmelbette ihres Schlafgemachs lag, und daß mehrere Perſonen um ſie beſchaͤftigt wa⸗


