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als ob das Geraͤuſch, welches Maria abſichtlich an dem
Schloſſe machte, ſie feſthielte, rief ſie:
Wendet Euch hierher! Habt die Guͤte, dieſe Thuͤr von Außen zu oͤffnen, ſo Ihr koͤnnt, oder Miklas, den Hausvogt, zu rufen!
Sogleich ſchien Jemand von Außen mit Ungeſtuͤm
gegen die Thuͤr zu fahren, und nach einigen ungeſchick⸗
ten Verſuchen, ſie ſo aufzudruͤcken, raſſelte es heftig an dem Schloſſe, welches zitterte und nachgab.
Maria riß der niedergeſunkenen Margarith das Licht aus der Hand, und es hoch hebend blickte ſie der aufgeſtoßenen Thuͤr entgegen. Doch voll Grauen bebte ſie zuruͤck, als ein Weib eindrang, deſſen verwildertes Anſehen eine Wahnſinnige bezeichnete. Ihre grauen Haare hingen unter einem ſchwarzen Schleier lang hervor und in duͤnnen Straͤhnen uͤber ihre furchtbar hohe Geſtalt, welche, nur von nothwendiger Kleidung gedeckt, Hals und Bruſt und Arme in widriger Abzeh⸗ rung zeigte.
Aber vor Allem furchtbar war die Grabesfarbe des Geſichts, die ſtieren, glanzloſen Augen, und das Lächeln des Wahnſinns um den lippenloſen Mund. Schaudernd trat Maria zuruͤck, aber angezogen ſchien die gräßliche Erſcheinung von ihrem Anblick, ſie folgte ihr nach, den mehrarmigen Leuchter gegen ſie vorſtreckend,


