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Die Ueberzeugung von der Wahrheit deſſen, was ſie als eine große perſoͤnliche Beleidigung anſah, uͤber⸗ wältigte ihren Geiſt fr den Augenblick bis zu einer Art von Betäubung. Sie lehnte den Kopf gegen den Arm und an das verhängnißvolle Schloß, als muſſe ſie auf dieſer Stelle Mittel zu ihrer Befreiung ausdenken. Das Licht hing unbeachtet in der andern niederge⸗ ſunkenen Hand, und die kleine Flamme ſuchte an ih⸗ rem langen niederhaͤngenden Nachtkleide eben weitere Nahrung, als ſeufzend und mit unterdruͤcktem Weinen die näher geſchlichene Kleine es aus ihrer Hand zog.
Ach, Lady, kommt hier weg, ſchluchzte ſie leiſe, ach, zuͤrnt nicht laͤnger.
Halt! rief Maria aufſchreckend, ich höre Schritte, hoͤrſt Du es, Margarith?
Heiliger Gott, ſei uns gnaͤdig! ſtammelte Marga⸗ rith und ſtrebte die Ladh mit ſich zu ziehn.
Nein, ſprach Maria, ich werde dieſen ſpäten Wan⸗ derer anrufen, er ſoll augenblicklich Deinen Vater her⸗ bei holen und ſagen, daß man mich hier als Gaſt und nicht als Gefangene behandele!
Nein, nein! o ſchweigt, rief Margarith, ſich vor ihr niederwerfend.
Aber Maria war aufgeregt und zürnend, und als die Fußtritte jetzt vor der Thuͤr anzuhalten ſchienen,


