Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

281

ſeeiſchen Frankreichs darbot, konnte er ſein Entzucken kaum hinter ſeiner Ehrfurcht bergen, als ſie lieblich laͤchelnd ihn auf der Zunge pruͤfte und dann dem alten Wein⸗Kenner ein wichtiges Zeugniß uͤber die Guͤte deſſelben abgab.

Wolle Gott Euer Gnaden jeden Tropfen zum Se⸗ gen werden laſſen! rief er faſt geruͤhrt.

Amen! erwiderte ſie, ſich raſch erhebend, indem er mit mehr Gewandtheit, als er ſich noch zugetraut, bis zu ihrer Thuͤr voranſchritt, ſie zu oͤffnen, und ihr jede Courtviſie eines alten, wohlerzogenen Dieners zu erweiſen ſtrebte.

Als Maria ſich fuͤr die Nacht entkleidet hatte und ihre junge Dienerin entfernen wollte, blieb dieſe erſtaunt ſtehen und zeigte ihr an, daß ſie entſchloſſen ſei, in ihrer Naͤhe zu bleiben.

Denkt Ihr, Lady, es ſei nicht beſſer, zu zweien in dieſem Schloſſe zu wohnen? Nein, weiſet mich nicht zuruck, Ihr wißt noch nichts von dieſem böſen Schloſſe. Gott ſei uns gnaͤdig, fuhr ſie fort, ſich bekreuzend, ich bin nicht befugt davon zu ſprechen, aber beſſer iſt es, Ihr behaltet mich bei Euch.—

So, ſagte Maria läͤchelnd, Du willſt alſo mein Schutz und Schirm ſein, und in Deiner Raͤhe hältſt Du mich fuͤr ſicherer vor all' Deinen angedeuteten