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fuͤhlsvermoͤgen. Sie verlor daher nur ſelten ihre Sicher⸗ heit und Ruhe, was, ihr unbewußt, in dieſen Eigen⸗ ſchaften begruͤndet und, vielleicht fruͤh von ihren Erzie⸗ hern erkannt, ſo ſchoͤn entwickelt worden war.
Freundlich das Streifchen in der Hand zerdruͤckend, ſchritt ſie vor und ergoͤtzte ſich an den ſchoͤnen Ver⸗ haͤltniſſen des hohen, hell erleuchteten Gemachs.
In der Mitte deſſelben ſtand ein kleines Tiſchchen, mit einem Couvert belegt, wovor ein unermeßlich hoher Lehnſtuhl geruͤckt war, deſſen goldene, mit bunt benaͤh⸗ tem Sammet bedeckte Waͤnde verſchiedene erblichene Wappenſchilder zeigten.
In einiger Entfernung ſtand ein mit reichem Sil⸗ bergeſchirr bedeckter Schenktiſch, auf dem die angerich⸗ teten Speiſen dampften.
Ei, ſprach Lady Maria, freundlich alle dieſe An⸗ ordnungen beobachtend, Du haſt ſehr angenehm fuͤr meinen Hausſtand geſorgt, lieber Alter! Ich muß Dir Dank ſagen, wenn Du Haus⸗, Hof⸗ und Kuͤchenmei⸗ ſter zugleich warſt; es iſt Alles auf's Beſte eingerich⸗ tet, um nach einer beſchwerlichen Reiſe angenehm aus⸗ ruhn zu koͤnnen.
Sie richtete dabei ihre Augen huldreich auf Mi⸗ klas und fand ihn in ihrem Anſchaun ſo ganz verlo⸗ ren, daß er kaum ihre Worte verſtanden haben mochte,


