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Maria fuͤhlte ſich von dem langentbehrten Behagen an einer gewohnten weiblichen Bedienung und den klei⸗ nen Annehmlichkeiten einer bequemen Einrichtung er⸗ heitert, und ſtets ſich ihren Empfindungen hingebend, ermudete ſie nicht, anmuthig ſcherzend ihre kleine Die⸗ nerin anzuleiten, ſo daß, als endlich der erquickliche Wechſel der Kleider beendigt war, Beide mit heiterer Stirn der Einladung folgten, welche der alte Herr zum Abendbrod ergehen ließ.
An der Thuͤr des Vorzimmers, welches zu ihrem Speiſezimmer beſtimmt war, ſchulterte der alte Vogt und uberreichte ihr auf einem ſilbernen Teller einen fein gebrochenen Streifen Papier, auf dem ſie in ita⸗ lieniſcher Sprache die Worte fand: Hoffet und ſeid getroſt!
Dazu fuͤhlte ſie ſich in ihrem Innern vollkom⸗ men geneigt, denn ihr war in hohem Grade die gluͤck⸗ liche Gabe zu Theil geworden, mit jedem Augenblicke abzuſchließen und, immer klar in ihrer Stimmung, Je⸗ dem ſein Recht, ſei es in Schmerz oder Zufriedenheit,
zu gönnen. Ihr junges, unerfahrenes Leben machte
ſie noch kindlich ſicher, den guten Worten vertrauend, die man ihr bot, und dieſe jugendliche Hingebung fand doch Schranken in einer ſeltenen Schaͤrfe der Beobach⸗ tung und einem hoͤchſt zarten und weit reichenden Ge⸗


