Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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fruͤher als der Gegenſtand es verdiente, wendete ſie ſich davon ab, ihr kleines liebes Eigenthum von dem Bet⸗ pulte wegnehmend und es auf ein Tiſchchen neben ihr Bett legend.

Nun, theure Lady, rief innig befriedigt Marga⸗ rith, ſeid Ihr denn nicht ganz zufrieden mit Eurer Wohnung, und wollt Ihr die kleine Margarith als Eure gehorſame Dienerin annehmen?

Beides, beides, ſagte freundlich Maria, ſogleich jugendlich in die heitere Stimmung ihrer kleinen Die⸗ nerin eingehend, und nun bitte ich Dich, mein Gepaͤck etwas zu ordnen, welches ich hier angehaͤuft ſehe.

Ja, theure Lady, vertraut das mir, erwiderte Margarith, und erlaubt vorerſt, daß ich Euch Eure Haube abnehme und ein wenig Eure Reiſekleider wech⸗ ſeln helfe, denn das wird Euch erquicken und Luſt ma⸗ chen zur Abend⸗Mahlzeit, die mein Vater indeſſen fuͤr Euch ſervirt.

Mit vielem Geſchick unterzog ſich die Kleine jetzt ihren neuen Dienſtleiſtungen, wobei ihr die unendliche Fuͤlle und Schoͤnheit von Maria's Haar manchen Aus⸗ ruf des Erſtaunens entlockte, wie ſie uͤberhaupt jetzt erſt die hohe Schoͤnheit ihrer neuen Herrin erkannte und von einer faſt ſcheuen Ehrfurcht davor erfuͤllt ward.