darbieten zu konnen, und das ablockende Spiel der Phantaſie erbleicht mit ſeinen bunten Bildern an der Erwartung des nächſten Augenblicks.
So kam es, daß es Maria unmoͤglich ward, ein Bild hervor zu heben fuͤr ihre eigene Lage, und unbe⸗ ſtimmt angeregt, ſank ihr muͤdes Haupt zuruͤck, und ſanfter Schlummer wiegte ſie bei dem leiſen Gefluͤſter der jungen Leute ein.
Aus einem farbloſen Traum erweckte ſie der Strahl eines Lichtes, der ihre Augen traf. Vor dem Tiſchchen der Tochter, an dem die letztere wieder ſaß, ſtand der alte Vogt, einen Armleuchter mit Kerzen haltend, und ſprach leiſe in die freundlich aufmerkende Tochter hinein.
Gern, beſter Vater, beantwortete das gute Kind die Anrede des Alten, gern will ich fuͤr die arme Dame ſorgen, und viel lieber, wenn ſie nicht jenen alten Da⸗ men anheimfaͤllt, und die freundlichen Zimmer be⸗ zieht; denn ich hoffe doch, da wird ſie nicht auch ge⸗ plagt werden.
Schweig, unterbrach ſie der Alte, ſtrenger blickend; thue, was vor Dir liegt, ſei danbar für das Ver⸗ trauen Ihrer Gnaden und laß Deine unſchicklichen Bemerkungen. Die gnädige Frau hat dem ehrwuͤr⸗ digen Herrn erlaubt, Alles nach ſeinem Gutduͤnken ein⸗


