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war durch des Geliebten Vertheidigung wieder traurig angeregt. Maria fuͤhlte wohl, wie ſchwer die Furcht einer Trennung auf ſie wirke, und da ſie den Verhalt⸗ niſſen, von welchen dieſe jungen Leute bedrängt wur⸗ den, noch ſo neu und fremd war, ſtellte ſie gern ihr Richteramt ein, hoffend, der gute Engel, der ſo lange mit ihnen war, werde ſie ferner ſchuͤtzen.
Gott ſei Euch gnaͤdig, ſagte ſie ſanft, wie kann ich Euch rathen, da mir Alles hier fremd iſt? Ich kann mich nur durch Schweigen unſchädlich machen, das will ich. Betet Ihr zu Gott, daß er Euch behuͤte und Euer Herz nicht in Unwahrheit verſtricke! Ich will Euch nicht ſtoͤren, mein Kopf iſt ohnehin muͤde, laßt mich hier ausruhen, und ſagt Euch ungeſtoͤrt, was Euer Herz erfreut.
Freundlich dankten die wieder kindlich erheiterten jungen Leute und zogen ſich in den tiefen Fenſter⸗ ſitz zuruͤck, während Maria ungeſtoͤrt ihren Gedanken nachhing.
Aber häufig geſchieht es, daß unſere Phantaſie auf⸗ hoͤrt thätig zu ſein, wenn die Gegenwart mit ihren Er⸗ ſcheinungen uns ſo nah geruͤckt iſt, daß wir uns jeden Augenblick als ſelbſt thätig erwarten koͤnnen. Wir ſchlie⸗ ßen dann im Gegentheil uns wie eine Knospe zu⸗ ſammen, um der Wirklichkeit die geſammelten Kraͤfte


