Reiſegeräth aufgegeben hatte und in dem Seſſel ſich der Ruhe uͤberließ.
Hierzu fuͤhlte ſie ſich auch hinreichend durch die Strapazen des Tages aufgefordert. Es machte ihr Vergnuͤgen, während ſie behaglich ruhte, die Kleine mit den Augen zu begleiten, die ſo anmuthig und geſchäftig ſich umher drehte, bis ſie endlich an einem kleinen Tiſchchen ſeitwärts vom Kamine Platz nahm und an einem ſeidenen Netze eifrig zu knoͤpfeln begann. Dabei ſchauten die klugen hellen Augen oft zur Ladh lächelnd auf, und guckten dann nach dem Fenſter und ſcheu wieder auf ihre Arbeit zuruͤck.
Da wir nun doch in ſo kurzer Zeit Freunde und Vertraute geworden ſind, liebes Kind, hob Lady Maria endlich an, ſo moͤchte ich wohl erfahren, warum Du mich zuerſt faſt aus dieſem Zimmer hinausgejagt haſt. Es muß Dich doch dazu ein wichtiger Grund getrie⸗ ben haben, indem Du vielleicht das Ereigniß voraus⸗ ſehen konnteſt, was ich erlebt. Nun, werde nicht wie⸗ der ängſtlich, fuhr ſie fort, da ſie ſah, daß Margari⸗
thens Kopf gluͤhend roth auf die Bruſt ſank, und alle
Qualen der Angſt und Beſchaͤmung ſie zu ergreifen ſchienen. Wenn es Dich ſehr aͤngſtigt, will ich warten, bis Du mehr Vertrauen zu mir faſſeſt, ſollte ich hier uͤberhaupt lange verweilen.
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