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Ach! ſeufzte Margarith und hielt die Hand an die Stirn, ich moͤchte es Euch lieber ſagen, als gegen eine ſo guͤtige Dame ſo einfaͤltig und undankbar er⸗ ſcheinen; aber Ihr werdet eine gar boͤſe Meinung von mir bekommen, und doch find wir Beide ganz un⸗ ſchuldig.
Beide, ſagte Maria, was meinſt Du denn? Ja, rief Margarith, ſchnell aufſtehend, komm nur hervor, Lanci, wir wollen der lieben Dame Alles ſagen.
Voll Ueberraſchung wandte die Lady den Kopf, und ſah nun aus der Fenſtervertiefung einen Juͤngling in feiner Jagdkleidung mit einem kleinen gefiederten Muͤtzchen in der Hand hervortreten, der, gleich Mar⸗ garith, in den gluͤhendſten Purpur der Beſchämung gehuͤllt, ſchuͤchtern neben ihr ſtehen blieb.
Kinder, ſagte Maria, trotz der hier am Tage lie⸗ genden Intrigue, ganz bezaubert von dem Augenblicke dieſer ſchoͤnen jungen Leute, was habt Ihr denn vor? Weiß denn Dein Vater darum?
Ach, das iſt es eben, ſeufzte Margarith, glutt Ihr wohl, daß er es nicht leiden will, daß Lanci mich beſucht? Lanci iſt mein Vetter, wir wurden groß zu⸗ ſammen, und darum haben wir uns ſo lieb. Mit eins mußte Lanci aus dem Schloſſe, blos weil man zuge⸗ ſehen hatte, wie wir uns jagten auf dem Abhange.


