Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Du brauchſt mich nicht an 6 Gefahr zu er⸗ innern, ſprach ſchmerzlich geruͤhrt Lady Maria; Dein Schmerz iſt mir genug, und ich werde ihn nicht durch unbeſonnenes Schwatzen erhoͤhen. Aber biſt Du auch ſicher, daß Niemand weiter, als Du, um meine Anwe⸗ ſenheit dort weiß? Kann mich Niemand überfuͤhren, daß ich die Wahrheit verhehle?

Nein, nein! ſtammelte Margarith, offenbar wieder verlegen werdend; wenn Ihr es ſelbſt nicht ſagt, wird es Niemand erfahren.—

Nun ſo nimm mein Wort, liebes Kind, daß ich ſchweige, und verſcheuche nun jede Furcht und Sorge vor mir, denn Niemanden will ich betruͤben, am we⸗ nigſten ein ſo liebes Kind, wie Dich.— Sie neigte ſich dabei, ſie ſanft emporzuheben, und druͤckte einen leich⸗ ten Kuß auf die Stirn des ſich nun verklaͤrenden lieb⸗ lichen Maͤdchens. Bei dieſer entwickelte ſich jetzt erſt ihre ganze Natur in einer hoͤchſt anmuthigen Geſchaͤf⸗ tigkeit um Lady Maria. Sie nahm ihr den Reiſe⸗ mantel ab, und ſuchte es ihr auf alle Weiſe leicht und angenehm zu machen. Die Flamme nagte bereits be⸗ haglich an einem reichlichen Torfaufſatze im Kamine. Margarith ſchob nun den großen bequemen Lehnſtuhl dahin und ein Baͤnkchen zu deſſen Fuͤßen, und ruhte nicht, bis Maria alle eigenen Bemuͤhungen fuͤr ihr